Gemeindebrief

Wir sagen von Herzen „Vielen, vielen Dank!“

Liebe Schwestern und Brüder in Christus,

„Jedes Mal, wenn ich an euch denke, danke ich meinem Gott. Und immer, wenn ich ihn um etwas bitte, bete ich auch mit Freude für euch. Denn ihr habt euch vom ersten Tag an für Gottes gute Botschaft eingesetzt. Und das tut ihr bis heute „ (Phil 1, 3-5).

Seit Februar 2009, also seit mehr als 17 Jahren, hat sich unsere Gemeindereferentin, Frau Edeltraud Richter, in unserer Pfarrei für Gottes gute Botschaft eingesetzt. Und wir alle wissen es: Sie hat sich nicht nur ein bisschen eingesetzt. Es war viel mehr als ein rein beruflich geforderter Einsatz. Nur ganz selten gönnte sie sich z.B. Urlaub. Und wir alle konnten immer wieder auf ihre Hilfe zählen.

Nun wird sie an unserem Gemeindefest in Wittstock, am 7. Juni 2026, offiziell verabschiedet, um nach 42 Dienstjahren ihren verdienten Ruhestand anzutreten. Sie will sich dann auch für eine gewisse Zeit von unserem Pfarreileben zurückziehen.

Der kommende 7. Juni ist also für uns alle eine große Gelegenheit, um sich bei ihr nochmals von Herzen zu bedanken.

Wir können uns bei ihr um so Vieles bedanken. Da wäre ihre Hilfe in der Seelsorge, bei der pastoralen Planung, bei der Liturgie, in der Sakristei, beim Unterricht von Kindern, Jugendlichen, Erwachsenen und Senioren. Und wie oft hat sie Menschen in schwierigen Momenten begleitet. Dann wären da die vielen, vielen Dienstleistungen für die verschiedensten Personen unserer Pfarrei. Kein Weg oder keine Fahrt war ihr da zu weit.

Nicht zu vergessen, ist ihr Einsatz bei so vielen Arbeiten für den Unterhalt unserer Kirchen und des umliegenden Geländes.

Diese Seite wird nicht genügen, um all die positiven Dienste von Frau Richter für unsere Pfarrei in den letzten 17 Jahren aufzuzählen.

Wir alle bedanken uns schlicht und einfach von Herzen bei Frau Richter für ihren großartigen Einsatz in unserer Pfarrei. Mit dem deutschen Dichter Jean-Paul sagen wir: „Dankbarkeit ist das Gedächtnis des Herzens.“

Möge Frau Richter unsere Pfarrei in guter und lebendiger Erinnerung bewahren und möge Gottes reicher Segen sie stets begleiten.

Im Namen der ganzen Pfarrei


Die große und oft verpasste Bedeutung der Mutter Gottes Maria.

 Liebe Schwestern und Brüder in Christus,

 Der Monat Mai ist der Jungfrau Maria gewidmet. Maria wird mit dem Frühling wegen dessen überbordenden Fruchtbarkeit in Verbindung gebracht. Sie, Maria, symbolisiert also den „Frühling des Heils“. Sie will uns immer mehr zur Sonne unseres Lebens, zu Jesus, führen.

Als Maria unter dem Kreuz stand, hat Jesus Christus uns allen Seine eigene Mutter geschenkt. Von nun an war sie nicht mehr nur Seine, sondern auch unsere Mutter.

 Nun könnte man sich fragen, ob wir denn überhaupt eine solche von Gott uns übergebene Mutter brauchen?

 Auf diese Frage könnte man ganz pragmatisch antworten: „Kommt und seht“ (Joh 1, 39). „Geben Sie der Mutter Gottes einen Monat Zeit. Beten Sie im Monat Mai aufmerksam und mit dem Herzen jeden Tag den Rosenkranz.“

 Vieles wird sich dann zum Guten verändern. Unzählige diesbezügliche Zeugnisse belegen dies. Und ganz sicher werden wir Jesus Christus, unsere große Freude und Liebe, näherkommen. Maria ist der einfache Weg, um ein Leben lang den christlichen Glauben nicht zu verlieren, diesen immer wieder zu erneuern und schließlich mit größerer Sicherheit nach unserem Tod die ewige Glückseligkeit zu finden.  Und Gott möchte uns alle einst im Himmel sehen.

 Es sind nicht nur die Katholische Kirche und die vielen Heiligen, die uns diese so wichtige Rolle der Mutter Gottes Maria für unser ewiges Seelenheil bestätigen, sondern auch berühmte Atheisten stimmen dieser Tatsache indirekt zu. So schrieb z. B. der atheistische Philosoph Ludwig Feuerbach (1804-1872) in seinem Werk der Analyse „Das Wesen des Christentums“ folgenden Satz :

 „Wo der Glaube an die Mutter Gottes sinkt, da sinkt auch der Glaube an den Sohn Gottes und den Gott Vater.“

 Der Monat Mai gibt uns allen also die Gelegenheit, unsere Beziehung zur Mutter Gottes Maria zu intensivieren. Dies kann geschehen, indem man z.B. an den in unserer Pfarrei angebotenen Maiandachten teilnimmt oder als Anfänger beginnt, wenigstens einige wenige „Gegrüßt seist Du Maria“ jeden Tag mit Aufmerksamkeit und mit dem Herzen zu beten.

 „Kommt und seht“ (Joh 1,39).

 Ihr

 


Lieber Schwestern und Brüder in Christus,

Im Exultet der Osternacht wird gesungen: „Wahrhaftig, umsonst wären wir geboren, hätte uns nicht der Erlöser gerettet.“ Die Auferstehung Christi ist keine normale Auferstehung. Sie ist ein historisches Ereignis, das Zeugen hat, aber zugleich über die Zeit hinausgeht. Es ist ein zeitliches Ereignis, das jedoch eine neue Wirklichkeit eröffnet: die Wirklichkeit des Lebens in Fülle, des ewigen Lebens. Christus ist der Erste, der zu einem vollkommenen unsterblichen Leben auferstanden ist.

Doch er ist der Erste von vielen. Christus hat die Auferstehung verdient, weil er den Willen seines Vaters erfüllt hat. Auch diejenigen, die mit Christus verbunden sind, können diese Auferstehung verdienen und bereits hier etwas von diesem neuen Leben erfahren. Viele fragen sich, wenn sie die Welt betrachten, was die Auferstehung Christi gebracht hat. Genau das: die Ewigkeit, Gott selbst in die Zeit, und wer das erfährt, empfängt von Jesus eine Freude, die niemand ihm wegnehmen kann. (Vgl. John 16,22).

Die Auferstehung Christi zeigt uns, dass Tod und Sünde bereits besiegt sind. Da Gott jedoch die Freiheit des Menschen achtet, müssen wir selbst entscheiden, auf welcher Seite wir stehen wollen. Diese Entscheidung ist nicht nur intellektueller Natur, sondern betrifft unser gesamtes Dasein. Es bedeutet, der Sünde zu sterben, um für Gott zu leben. (Vgl. Röm 6,10).

Um an dieser Auferstehung teilzuhaben, reicht es nicht aus, zu glauben, dass Christus mich gerettet hat; das nützt nichts, wenn es nicht mit einer echten Nachfolge Christi verbunden ist, einem Aufnehmen des Kreuzes. Nur so lassen wir uns von Gott verwandeln.

Wo und wie folge ich Jesus nach? Innerhalb der Kirche, denn dort  hat Christus seine moralischen und spirituellen Richtlinien hinterlassen, dort finden wir den objektiven und konkreten Weg, Christus wirklich nachzufolgen – niemals außerhalb von ihr.

In dem Maße, wie wir uns bemühen, Gottes Gebote in seiner Kirche immer besser zu befolgen, haben wir Anteil an der Auferstehung Christi. Möge die Feier des Geheimnisses der Auferstehung Jesu unsere Hoffnung stärken und uns die Kraft geben, unser Kreuz auf uns zu nehmen, uns um die Einhaltung der Gebote zu bemühen und so an seiner Auferstehung teilzuhaben.

 

Ihr Kaplan P. Martin Conforte, IVE.


Lieber Schwestern und Brüder in Christus,

Die heilige Teresia von Kinde Jesu sagte: „Das Leben ist ein Augenblick zwischen zwei Ewigkeiten.“ Ein Satz, der uns die Vergänglichkeit des Lebens vor Augen führt (tempus fugit, wie die Römer sagten), aber auch seinen Wert, denn das Leben erhält erst im Licht der Ewigkeit einen Sinn.

Die Zeit vergeht, sie rinnt uns durch die Finger und wir können sie weder aufhalten noch wiederholen. Jeder gegenwärtige Moment ist einzigartig und unwiederholbar und es ist notwendig jeden Moment mit diesem Bewusstsein zu leben. Deshalb sagte schon der Dichter Horaz den berühmten Satz „Carpe Diem“ (Nutze den Tag), aber der Glaube gibt diesen Worten einen tieferen Sinn. Sie bedeuten nicht „tu dir selbst etwas Gutes, und mach, was du willst”, sondern das, was der Heilige Paulus den Ephesern sagt: „Nutzt die Zeit, denn die Tage sind böse. Darum seid nicht unverständig, sondern begreift, was der Wille des Herrn ist!“ Denn wenn dieses Leben zwischen zwei Ewigkeiten liegt, sind es die Entscheidungen, die ich in diesem Leben treffe, die mir eine der beiden möglichen Ewigkeiten bestimmen, mit oder ohne Gott. Jetzt ist die Zeit, in der wir Schätze im Himmel sammeln können (Matt 6,20), deshalb dürfen wir sie nicht verschwenden.

Die Fastenzeit erinnert uns daran, denn schon zu Beginn dieser Zeit wird uns gesagt: „Bedenke, dass du Staub bist und zum Staub zurückkehren wirst.“ Auch wenn wir es mit Sicherheit wissen, vergessen wir es leicht. Aber wie wichtig ist es doch, sich dessen bewusst zu sein, denn wie es in der Heiligen Schrift heißt: „Bei all deinen Worten bedenke dein Ende, dann wirst du nie und nimmer Schlechtes tun!“ (Sirach 7,36). Über den Tod nachzudenken bedeutet nicht, das Leben zu verachten, sondern zu lernen, es zu schätzen und vor allem gut zu leben. Wer mit den Augen auf die Ewigkeit gerichtet lebt, der weiß zu leben. Bitten wir den Herrn, wie es der Psalmist sagt (Ps 90,12): „Unsere Tage zu zählen, lehre uns! Dann gewinnen wir ein weises Herz.“

 

Ihr Kaplan P. Martin Conforte, IVE.

 


Der Friedensfürst kommt!

Liebe Schwestern und Brüder in Christus,

Es war an einem Nachmittag in meiner ersten längeren Pfarrstelle im Bistum Berlin, in Rüdersdorf. Plötzlich klingelte es unaufhörlich an der Haustüre. Als ich diese schließlich öffnete, stand vor mir ein Mann, den ich gut kannte. Er war in größter Aufregung und voller Furcht.

Er wurde gerade für längere Zeit mit dem Auto von dubiosen Männern verfolgt, bis er sie schließlich abhängen konnte. Doch er selber konnte sich kaum beruhigen und zitterte beinahe.

Da nahm ich ihn mit in unsere Hauskapelle, setzte das Allerheiligste aus und sagte ihm, dass er sich hier nun mit diesem Jesus Christus austauschen soll. 

 

Nach einer Stunde suchte ich ihn dort wieder auf. Und siehe da! Er kam mir mit einem friedlichen Lächeln entgegen und hatte sich total beruhigt.

Wir leben in unruhigen Zeiten. Und viele Menschen befinden sich beständig in Unruhe und suchen Frieden und Halt.

Bald ist Weihnachten. Der Friedensfürst, der Gott-Mensch Jesus Christus, trat vor ungefähr 2000 Jahren leiblich in diese Welt ein. Aber, weil Er eben auch Gott ist, blieb dieses Ereignis nicht nur einfach in der Vergangenheit haften.

Wer viel betet und dabei insbesondere das Gebet des Rosenkranzes anwendet, wird den Eintritt dieses Friedensfürsten im Herzen immer besser wahrnehmen. Gebet kann so wirklich zur Freude werden, die die Furcht weichen lässt.

Es ist eine Illusion zu glauben, dass Frieden in bestehenden Kriegsregionen von uns Menschen geschaffen werden kann, wenn dabei der wahre Friedensfürst, Jesus Christus, nicht beachtet wird.

Frieden beginnt in unserem Herzen und dies vor allem durch eine wahre Umkehr. Die kommende Adventszeit gibt uns die Gelegenheit dazu. Wir selber sollen zuerst einmal dort, wo wir leben, zu einem Instrument des christlichen Friedens werden. 

Wir können sie nutzen, d.h. diese Möglichkeiten der Umkehr, die uns die Kirche in der Adventszeit anbietet. Und unterschätzen wir nicht den Wert des Friedenszuwachs in dieser Welt, den jeder von uns somit leistet.

Ihr